Raumnutzung
Permakulturelle Raumprinzipien
In der Permakultur geht es nicht nur um Pflanzen, sondern um Wege, Nähe und Energieflüsse. Ein zentrales Prinzip lautet:
„Gestalte Räume so, dass du möglichst wenig Wege brauchst.“
Dinge, die wir oft brauchen, holen wir nah an uns heran. Tätigkeiten bündeln wir, statt ständig hin und her zu laufen. Räume unterstützen sich gegenseitig, wenn sie sinnvoll angeordnet sind.
Übertragen auf das Leben
Permakultur ist ein Lebensprinzip. Wenn wir es auf unseren Alltag anwenden, entsteht Leichtigkeit und Nähe.
Arbeitswege reduzieren
- Home‑Office
- Co‑Working in der Nähe
- Arbeiten dort, wo man lebt
- Projekte, die nicht an Orte gebunden sind
Kinder in der Nähe betreuen
- Betreuung im Dorf, im Viertel oder in der Gemeinschaft
- Kinder mitnehmen statt wegbringen
- Räume schaffen, in denen Kinder mit uns leben, nicht „woanders“
Lebensmittel vor Ort anbauen
- Hochbeete
- Gemeinschaftsgärten
- Waldgärten
- Balkon‑Permakultur
- Essbare Landschaften
Räume mehrfach nutzen
- Ein Raum – viele Funktionen
- Küche als Treffpunkt
- Garten als Spielplatz, Anbaufläche und Rückzugsort
- Gemeinschaftsräume statt viele Einzelräume
Wege im Alltag verkürzen
- Einkaufen zu Fuß
- Schule und Betreuung in der Nähe
- Freizeit im direkten Umfeld
- Natur als unmittelbarer Lebensraum
Wenn Wege kürzer werden, wird das Leben ruhiger. Wenn Räume sinnvoll angeordnet sind, entsteht Flow.
Raumnutzung als Lebensqualität
Gute Raumnutzung bedeutet weniger Stress, weniger Energieverbrauch, mehr Zeit, mehr Nähe, mehr Natur und mehr Gemeinschaft. Es ist ein stilles, aber kraftvolles Prinzip:
Das Leben so gestalten, dass es leicht wird.
Landschaftsplanung (Kapitel folgt)
In der landschaftsplanerischen Raumnutzung geht es darum, Räume im großen Maßstab zu verstehen und zu gestalten:
- Wie Wege, Wasser, Vegetation und Siedlungen zusammenwirken
- Wie natürliche Muster Orientierung geben
- Wie wir Landschaften lesen lernen
- Wie wir Räume regenerativ planen können
Dieses Kapitel wird später weiter ausgearbeitet.